Nachhaltig und achtsam durch den Advent – Ein Gedanke

Ich habe lange überlegt, wie man Nachhaltigkeit und die Advents- und Weihnachtszeit zusammenbringen kann. Für mich schien sich das zunächst komplett auszuschließen – schließlich ist die Weihnachtszeit unweigerlich auch eine Zeit des (maßlosen) Konsums. Essen und Trinken im Übermaß, viele Geschenke und Kleinigkeiten gehören zu den Festtagen vielerorts dazu und da will ich mich auch gar nicht rausnehmen. Natürlich kann man auch hier die Regeln der Nachhaltigkeit anwenden: Fair-Trade-Schokolade kaufen, Geschenke mit Bedacht auswählen, über grüne Alternativen nachdenken, wie sie Erna zum Beispiel zusammengetragen hat. Kritisch blieb ich dennoch.

Die Tage bin ich dann auf ein Zitat von Gudrun Kropp aufmerksam geworden: „Die Adventszeit ist eine Zeit, in der man Zeit hat, darüber nachzudenken, wofür es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen.“ Mir ist dann aufgegangen, dass ich Nachhaltigkeit im Kontext von Weihnachten anders begreifen muss, als wir es klassischerweise bei Grün hinter den Ohren tun. Es geht vielmehr darum, den Advent als eine Zeit anzusehen, die das ganze Jahr prägt – und somit nachhaltig für unser Wohlbefinden ist.

Man weiß bereits, wie die Lieblingsplätzchen schmecken, wenn man zum ersten Mal im Dezember die Backzutaten zusammensucht und ja – wir kennen alle drei Rolf Zuckowskis Dezemberträume auswendig. Trotzdem ist die Vorfreude immer gleich. Nachhaltig durch den Advent zu gehen, heißt also, achtsam sein für die kleinen Dinge. Die Frage: Welche Begegnungen und Kleinigkeiten bereichern den Advent für mich auch über den Dezember hinaus? Welche Freunde sollte ich dringend mal wieder sehen, welche Gespräche führen ; was kann mich diesen Advent weniger als Stress- und Konsumfaktor zum Jahresende und mehr als Bereicherung, als Auftakt für das neue Jahr, sehen lassen?

Es geht darum, sich bewusst zu machen, dass Advent und Weihnachten viel mehr sind als schneller Konsum und stressige Einkäufe. Am Ende zählen für mich das Zusammenkommen mit der Familie, das Nachhausekommen, das Treffen von Freunden, die sonst überall verstreut sind. Die Winterspaziergänge nach den Festtagen und die ruhigere Zeit zwischen den Jahren.

Genießt diese Zeit, nehmt etwas daraus mit. Dann wird sie nachhaltig, in einem ganz persönlichen Sinn.

Eure Käthe

 

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