Capsule Wardrobe: Wie viel Kleidung brauche ich?

Heyho ihr Lieben, vor kurzem habe ich euch aus Instagram gefragt, ob ihr Interesse an einem Artikel zum Thema Capsule Wardrobe habt und hier ist er nun.

Capsule Wardrobe, Kleiderstange, Kleiderbügel
Weniger ist mehr: Ich habe lieber wenige schöne Kleidungsstücke als zu viele.

Was bedeutet Capsule Wardrobe? Das Prinzip ist ganz einfach, man hat 33 Kleidungsstücke pro Saison (sprich: Herbst/Winter, Frühjahr/Sommer). Das macht dann 66 Teile. Zu diesen 66 Teilen zählen: Jacken, Oberteile, Unterteile, Röcke, Taschen, Accessoires und Schuhe. Die Idee dahinter ist, dass alle diese Kleidungsstücke für eine Saison miteinander kombinierbar sind und trotz weniger Stücke, mehrere unterschiedliche Looks entstehen. Die ewige Frage: „Was ziehe ich nur an?“, kann dadurch der Vergangenheit angehören. Von diesen 66 Teilen ausgeschlossen sind Unterwäsche, Sportkleidung, Pyjamas und Kleidung für zu Hause.

Wie viele Kleidungsstücke besitze ich? Seitdem ich mich mit diesem Thema auseinandersetzte, bin ich immer begeisterter davon meine Garderobe auf 66 Teile zu reduzieren. Da ich mich nie als Fashionista gesehen habe, dachte ich, schon nah an dieser Zahl der 66 Kleidungsstücke zu sein. Ich habe mich immer damit gebrüstet, mein Leben nicht mit übervollen Kleiderschränken vollzustopfen. Ich habe mich getäuscht. Ich besitze deutlich mehr Kleidung. Nach der ersten Zählung war ich so geschockt, dass ich sofort angefangen habe mit ausmisten. Dennoch komme ich immer noch auf 107.

Ich habe mich immer damit gebrüstet, mein Leben nicht mit übervollen Kleiderschränken vollzustopfen. Ich habe mich getäuscht.

Wie kann ich meine Garderobe weiter minimieren? Danach habe ich mir die Mühe gemacht und tatsächlich alles was ich habe aufgeschrieben (aus dem Kopf, Kleidung an die ich mich nicht erinnern kann, hat nun wirklich nichts in meinem Kleiderschrank zu tun!). Dann habe ich mal die Sachen markiert, bei den ich mir zwar sicher bin, dass ich sie nicht brauche, aber mich noch nicht von denen getrennt habe oder solche die ich doppelt (oder sogar dreifach!) besitze. Das waren immerhin 17 Kleidungsstücke. Ich nehme mir vor, diese Teile größtenteils im nächsten Jahr auszusortieren. Zum Beispiel besitze ich drei Paar schwarze Stiefeletten, das ist wirklich nicht notwendig. Hier werde ich mich wohl auf ein Paar beschränken können. Als zweiten Schritt habe ich mir dann mal die Kleidungsstücke markiert mit denen ich nicht 100% zufrieden bin, dabei kam ich auf acht Teile. Hier werde ich nochmal nachdenken, ob ich ein solches Kleidungsstück wirklich haben möchte. In jedem Fall nehme ich mir vor diese Teile auszusortieren und entweder durch ein adäquates Kleidungsstück zu ersetzen oder darauf zu verzichten. Zum Beispiel besitze ich eine schwarze Jeansshorts für den Sommer, diese ist mir jedoch etwas zu klein, also werde ich vor dem nächsten Sommer schauen, dass ich diese durch eine andere schwarze Jeansshort ersetze (gern eine kurze Momjeans).

Kleidung an die ich mich nicht erinnern kann, hat nun wirklich nichts in meinem Kleiderschrank zu tun!

Setze ich mir Ausnahmen? Ja! Ich nähe und stricke gern. Von mir selbstgestrickte Kleidung oder Accessoires werde ich (erst einmal) nicht mitzählen. Auch Erinnerungen sind ok! In jedem Artikel zum ausmisten finde ich die Aufforderung, solche Dinge wegzugeben. Mein Abishirt besitze ich inzwischen auch nicht mehr und das ist gut so. Aber der Pulli den mir mein Freund geschenkt hat oder die gestrickten Handschuhe von meiner Oma werden hoffentlich immer in meinem Kleiderschank bleiben. Für meine Unisweatjacke und -Pullover wird es sicherlich irgendwann an der Zeit sein, aussortiert zu werden.

Wenn mir ein Stück gute Laune macht oder der ideelle Wert sehr hoch ist, dann behalte ich es natürlich. Denn genau das ist für mich der Nutzen von Minimalismus. Nur noch das zu besitzen, was man wirklich mag.

Was für Kleidung kaufe ich nun? Ich bin eine graue Maus. Ich mag am liebsten Weiß, Grau und Schwarz. Ich mag Gelb und Grün nicht. Inzwischen habe ich so langsam meinen Stil gefunden und weiß in was ich mich wohl fühle. Wenn ich doch mal Farbe trage, mag ich alle Töne zwischen Rosa-Rot-Orange. Neue Kleidungsstücke müssen daher in dieses Farbkonzept passen. Wenn es nicht in meinen Kleiderschrank passt und mir keine Looks damit einfallen, dann wird es eben nicht gekauft. Kleidungsstücke die kaputt gehen werden entweder repariert oder eben adäquat ersetzt.

Wo kaufe ich zukünftig meine Kleidung? Ich will die Versuchungen von Mango, Zara, Asos, Zalando und H&M nicht leugnen. Ich habe viele Lieblingsstücke aus diesen Modeketten. Doch ich versuche dort nicht mehr einzukaufen. Jedoch kaufe ich diese Marken immer noch sehr gern, nur inzwischen aus zweiter Hand. Kleiderkreisel ist inzwischen mein Lieblingsportal geworden. Schon allein, weil ich hier meine ganzen aussortierten Teile eingestellt habe. Natürlich kann man auch Sachen bei fair trade Marken kaufen. Ich mag zum Beispiel Armedangels für Kleidung, Veja für Sneaker und erlich Textil für Unterwäsche. Leider muss man natürlich sagen, dass diese Marken oft ziemlich teuer sind, daher kaufe ich so oft wie möglich Secondhand.

Auch Käthe hat zum Thema faire Fashion schon Artikel veröffentlicht. Schaut doch auch nochmal bei ihren Artikeln zu fair trade und dem Secondhand Shoppen online und offline vorbei.

Bis zum nächsten Mal, eure Susi.

4 Antworten auf “Capsule Wardrobe: Wie viel Kleidung brauche ich?”

  1. Das Konzept der Capsule Wardrobe finde ich sehr praktisch. Wenn man nur noch seine Lieblingsteile im Schrank hat. Bei mir waren es dann schlussendlich 64 Kleidungsstücke. Inzwischen sind es 54. Weniger wird es wohl aber nicht ;).
    Ich finde es schön so wenig zu haben. Es ist praktisch und ich habe dadurch irgendwie mehr anzuziehen als früher ;).

    Gefällt 1 Person

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