Raus in die Welt! Ideen für nachhaltiges Reisen.

Grün hinter den Ohren - Nachhaltigkeit und Reisen

Nachdem es letzte Woche um mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz ging, bin ich heute im Reisefieber! In drei Tagen startet mein Urlaub, das Ziel: Rumänien. Klar, dass ich mich aus diesem Anlass damit beschäftigt habe, wie man nachhaltiger unterwegs sein kann. „Sanft reisen“ lese ich als hierfür als Umschreibung immer wieder. Die Ergebnisse meiner Recherche möchte ich mit euch teilen und vielleicht so auch das Fernweh beim ein oder anderen unter euch wecken.

Der Tourismus an sich gerät in den letzten Jahren immer wieder in die Negativschlagzeilen – mit ihm einher können die Zerstörung von Natur sowie auch Veränderungen in der lokalen Wirtschaft eines Landes gehen. Auf der anderen Seite profitieren viele Regionen vom Tourismus, können sich manchmal nur durch ihn erhalten. Was passiert, wenn die Touristen (plötzlich) wegbleiben, kann man ja zurzeit in der Türkei beobachten. Also: Zuhause bleiben ist irgendwie auch keine Lösung.

Definition für nachhaltigen Tourismus nach der Umweltdatenbank:

„Als nachhaltig wird Tourismus dann angesehen, wenn er einen Umgang mit allen Ressourcen in einer Art und Weise ermöglicht, dass ökonomische, soziale und ästhetische Bedürfnisse erfüllt werden können und gleichzeitig die kulturelle Integrität, essentielle ökologische Vorgänge und die Biodiversität erhalten bleiben.“

Es geht also darum, mit dem Besuch in einer Region Kultur und Umwelt nicht zusätzlich zu belasten, sondern im Gegenteil, sie sogar zu unterstützen. Doch wie gelingt dies?

Zunächst sollten die Entfernungsstrecke und der Zeitplan aneinander angepasst werden: Ein 5-Tage-Trip auf Bali ergibt wenig Sinn, man wäre die meiste Zeit vom Jetlag belastet und zudem wird durch den langen Flug einiges an CO2 ausgestoßen. Sich mit Reisezielen in der Nähe vertraut zu machen für Kurzurlaube und längere Zeiträume für Langstrecken-Reisen einzuplanen ist sinnvoll, auch für das eigene Stress- und Wohlbefinden. Generell gilt dabei natürlich, dass so wenig fliegen wie möglich am besten ist, um Schadstoffausstoße zu vermeiden und die Umwelt zu schonen.

In die Planung mit einfließen kann außerdem, Unterkünfte auszuwählen, die klar Stellung nehmen zu ihrem Umwelteinfluss und den Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter. Hierfür gibt es verschiedene Siegel, die zum Beispiel auf den Vorzug lokaler Biolebensmittel, faire Löhne etc. abspielen. Immer wieder aufgefallen sind mir beim Nachlesen diese:  Mit den Siegeln von TourtCert und viabono werden Unterkünfte und Destinationen ausgezeichnet, die sich auf sozialer und ökologischer um mehr Nachhaltigkeit bemühen.

Wir werden es mal wieder mit Couchsurfing probieren – so kommt man direkt mit Einheimischen in Kontakt, was ein großer Vorteil ist. Und man trifft immer wieder auf interessante Menschen.

Grün hinter den Ohren - Nachhaltigkeit und Reisen
Groß ist die Welt, und so schön! Wo ward ihr dieses Jahr/wo verschlägt es euch noch hin?

Vor Ort können schon kleine Gesten helfen, gerade wenn man in Ländern unterwegs ist, in denen eine für uns kleinere Summe einen Unterschied macht. Hier kann man ruhig etwas mehr Trinkgeld geben oder auch mal ein Souvenir von jemandem kaufen, dass man eigentlich nicht braucht, da man die Menschen vor Ort damit unterstützt. Achtet aber darauf, keine Dinge zu kaufen, die aus knappen natürlichen Ressourcen hergestellt worden oder sogar Wilderei lukrativ machen.
Hierbei hilft es, so viel wie möglich über das Ziel zu wissen und schon ein „Guten Tag“ und „Danke“ auf der Landessprache beschert Sympathiepunkte!

Auch am Ziel angekommen sollte man schließlich auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Ich muss gestehen, dass wir uns in diesem Jahr für ein paar Tage den Luxus eines Mietwagens leisten werden, da wir mit 3-5 Personen durchs Land ziehen wollen. Außerdem ist das Einsparen von Wasser gerade in heißen, südlichen Ländern wichtig. Ebenfalls eine gute Aktion: Einfach mal eine Runde Müll am Strand oder an der Straße einsammeln.

Wie ihr euren Kulturbeutel möglichst nachhaltig zusammenpackt, hat Susi übrigens für euch festgehalten.

Also, genießt die nächste Zeit in Deutschland oder in fremden Ländern und berichtet mal, was ihr in Sachen Nachhaltigkeit anderswo auf der Welt erlebt habt!

Viele Grüße und bis bald,

Käthe

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