Minimalismus und dekorative Kosmetik: Weniger im Gesicht ist mehr

Box mit dekorativer Kosmetik

Wie versprochen, kommt diese Woche ein Donnerstagartikel. Heute geht es um dekorative Kosmetik und meine Gedanken dazu.

Seit ich 12 Jahre alt bin, schminke ich mich mehr oder weniger regelmäßig. In der Schule und auch noch bis in mein Studium war ich eine klassische Tussi. Ich hatte Massen an dekorativer Kosmetik. Ein Großteil meines geringen Geldes habe ich für Kosmetik ausgegeben, um mich jeden Tag, damit zu zukleistern. Außerdem habe ich sehr lange die Glossybox abonniert, wodurch ich noch mehr Produkte ansammelte.

Vor etwa einem Jahr hat sich das geändert. Ich habe angefangen meinen Kram zu minimalisieren und versuche nun, mein privates Glück nicht mehr so stark vom Konsum abhängig zu machen. Das Erste, das ich dabei gemacht habe, war mein Abo der Glossybox zu kündigen. Zugegeben, mit etwas schwerem Herzen, aber ich hab’s getan. Danach habe ich rigoros aussortiert. Alles, was ich doppelt und dreifach hatte, habe ich verschenkt oder weggeschmissen, je nachdem wie der Zustand des Produktes war. Das Gleiche habe ich mit allem, was ich irgendwie nicht mochte gemacht. Jetzt besitze ich noch eine Kiste voll (eine alte Glossybox, denn ich liebe die Kartons und finde die so praktisch). Diese Kiste ist ok, aber langfristig möchte ich noch weniger haben. Von manchen Sachen kann ich mich jedoch einfach (noch) nicht trennen, obwohl ich sie so gut wie nie benutze. Hier spreche ich zum Beispiel von zwei fast neuwertigen Lidschattenpaletten. Vielleicht sollte ich hier jedoch erwähnen, dass ich so gut wie nie Lidschatten verwende.

dav
Meine Make-Up Sammlung

Zusätzlich zum Aussortieren gab’s ein Kaufverbot. Alle Kosmetikprodukte, die ich jetzt kaufe, muss ich auch wirklich “brauchen”.  Bei den neu gekauften Produkten achte ich zudem viel mehr darauf, was ich kaufe. Tierversuche mit bei mir inzwischen absolut tabu und viele sehr teuer preisige Marken, die ich vorher gern gekauft habe (z. B. Mac und Benefit), kaufe ich nun nicht mehr. Es ist absolut nicht vertretbar, Tiere dafür leiden zu lassen. Super informieren könnt ihr euch zu diesem Thema auf Vegan Beauty Blog und bei Peta findet ihr eine Liste mit tierversuchsfreien Marken.

Die Vorteile dieses Minimalisierens sind vielfältig.

  • Ich verbrauche weniger Geld
  • ein aufgeräumtes Badezimmer
  • kein ewiges Raussuchen der Produkte
  • durch das Benutzen der immer gleichen Produkte, hab ich eine Routine entwickelt und bin deutlich schneller im Bad fertig
  • durch intensive Auseinandersetzung mit dem Nutzen von dekorativer Kosmetik, kann ich mich nun immer mehr damit abfinden, auch mal ungeschminkt zu sein

Dadurch, dass ich so extrem viel an Produkten besitze, habe ich noch nicht viel Neues ausprobiert, da ich vorher erst einiges zu verbrauchen habe. Ich versuche mich langfristig komplett auf Naturkosmetik umzustellen, jedoch werde ich manche altbewährten Produkte weiterhin kaufen, wenn die Marke keine Tierversuche macht. Dazu zählen für mich die Camouflage Creme und der Liquid Camouflage – High Coverage Concealer von Catrice. Da ist mir ehrlich gesagt egal, was da drin ist. Diese beiden Produkte decken einfach alles zuverlässig ab und halten lange. Wie ich in meinem Artikel zu meiner Hautpflegeroutine bereits geschrieben habe, neige ich phasenweise zu stark unreiner Haut und daher werde ich hier keine weiteren Experimente machen, sondern bei meinen bewährten beiden Produkten bleiben.

dav
Kaufempfehlung: Die Maximize Volume Lashes Mascara von alverde Naturkosmetik

Ein Produkt, das ich jedoch neu entdeckt habe und nachkaufen werden, ist eine Mascara. Ich spreche von der Maximize Volume Lashes Mascara von alverde Naturkosmetik. Diese Mascara hat ein Gummibürstchen und fächert die Wimpern schon auf, ein schönes, dezentes Ergebnis. Abends muss ich jedoch schon ein paarmal schichten, bis der Effekt, den ich mir wünsche, erzielt ist. Die Haltbarkeit ist bei öliger Haut wie meiner ok, nach einer Weile habe ich schon dunkle Augenringe, durch abgesetzte Mascara, aber die kann man ja einfach unterwegs schnell wegwischen. Der Preis ist unschlagbar und macht damit, meine Minimängel weg, denn das Produkt kostet nur 3,75 Euro. Alles in allem ein gutes bis sehr gutes Produkt. Ich vergebe somit 4 von 5 Grünen Ohren. Hier könnt ihr auch noch die Bewertung auf Codecheck anschauen.

Rating 4 Sterne

Diese zwei Concealer und die Mascara sind tatsächlich die einzigen Produkte im Bereich dekorativer Kosmetik, die ich in diesem Jahr gekauft habe. Jedoch benutze ich noch andere Produkte wie Blush, Bronzer, Translucent Powder, Lippenstifte und Produkte für die Augenbrauen. Wenn ihr hier schon Produkte von Naturkosmetikmarken ausprobiert habt, dann immer her mit euren Empfehlungen oder auch ENTpfehlungen. Ganz selten, bis gar nicht verwende ich Foundation, Lidschatten und Eyeliner.

Natürlich braucht man nie dekorative Kosmetik, eigentlich weiß ich das, und wenn ihr euch auch ohne wohlfühlt, dann umso besser und ich beneide euch wirklich sehr dafür! Auch ich werde besser und traue mich immer öfter mit weniger bis gar keinem Make-Up auf die Straße. Zurzeit habe ich wieder sehr unreine Haut und dadurch kostet es mich echt Überwindung. Aber inzwischen habe ich doch verstanden, dass Schönheit nicht viel mit Make-Up zu tun hat.

Ihr hört nächsten Dienstag wieder von mir, bis dahin genießt weiter den Sommer und schreibt mir, ob ihr schon Erfahrungen mit Naturkosmetik gemacht habt. Macht’s gut, eure Susi.

3 Kommentare zu „Minimalismus und dekorative Kosmetik: Weniger im Gesicht ist mehr

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