Achtung, Mundraub!

Da ich die nächsten Woche in meiner Heimatstadt einen Ferienjob mache, wird es schwer, etwas über den Schrebergarten in Halle zu schreiben. Ich vermisse das Grillen, Chillen und Arbeiten dort jetzt schon. Ab September, pünktlich zur Apfelernte, bin ich dann wieder in unserem Garten aktiv und berichte euch davon.

Heute möchte ich euch eine Webseite vorstellen, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Mundraub ist die weltweit größte Plattform „für die Entdeckung und Nutzung essbarer Landschaften“. Denn jedes Jahr landen große Mengen Obst unbeachtet auf Straßenrändern oder auf Wiesen. Durch Mundraub kann man schon seit 2010 etwas dagegen tun. Es gilt, einheimische Früchte umsonst zu pflücken, anstatt zu kaufen. Und konkreter: unter der Kategorie „Karte“ könnt ihr entdecken, welche Obstbäume und Obststräucher, Nüsse und Kräuter in eurer Umgebung wachsen. Wenn man sich registriert, kann man übrigens auch selbst Fundorte eintragen. In größeren Städten, wie zum Beispiel Leipzig, werden sogar geführte Mundraub-Touren angeboten.


Heute Mittag habe ich mich also an meinen PC gesetzt und geschaut, was ich denn in meiner Umgebung ernten & essen könnte. Ich habe mich dafür entschieden, in die Ingolstädter Altstadt zu fahren, weil dort bei Mundraub verhältnismäßig viel eingezeichnet war und ich gut zu Fuß unterwegs sein konnte.

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Auf der Karte sind unterhalb des Ingolstädter Schlosses  Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäume eingezeichnet. Sie zu finden war nicht schwer, außerdem habe ich noch zwei Kirschbäume entdeckt, die ich später auf der Karte ergänzen werde. Leider waren gerade nur ein paar Birnen reif. Doch es lohnt sich sicher, in ein paar Wochen noch einmal die Schlosslände entlang zu laufen für ein paar Äpfel und Zwetschgen.


 

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Der nächste Ort auf meiner Mundraub-Karte war der Kräutergarten des Ingolstädter Schlosses. Dieser wurde als Gemeinschaftsprojekt der Stadtverwaltung und dem Freistaat Bayern angelegt, um Ingolstädtern ein Bewusstsein für natürliche Produkte und die Freude am gemeinsamen Ernten zu vermitteln. Zwischen zehn verschiedenen Kräuter kann man sich hier entscheiden – man darf nur seine Schere oder ein kleines Messer nicht vergessen.


Insgesamt war diese kleine Tour das perfekte Sonntagnachmittag-Programm, das ich auf jeden Fall wiederholen werde. Sicher noch ein paar Mal in meiner Heimatstadt und dann auch bald in Halle. Mundraub.org lässt einen mit offenen Augen durch die Stadt laufen. Denn an Orten, an denen man täglich vorbei fährt, verbergen sich oft wahre (Obst-)Schätze. Mein liebstes Beispiel:  der Kirschbaum auf einem der größten Verkehrskreisel Ingolstadts. Leider ist die Kirschensaison schon vorbei 😉

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