Das „Experiment Nachhaltigkeit“ oder „Wie ich grün hinter den Ohren geworden bin“

Seit ein paar Wochen berichten wir euch über Wege zu einem nachhaltigeren Leben. Rückblickend möchte ich euch heute fünf Maßnahmen zeigen, die ich nach und nach angegangen bin und somit erneut Tipps und Motivation geben, selbst aktiv zu werden.

Grün hinter den Ohren

1. In kleinen Schritten zum Ziel

Eines ist dabei klar und deshalb auch Teil der Nummer 1: Man muss bei sich selbst anfangen. Dass es nichts bringt, mich über das Verhalten meiner Mitmenschen zu ärgern, habe ich schnell gemerkt. Viel wichtiger ist der Fokus auf das eigene Handeln. Und da sind es eben die kleinen Dinge, die eine Veränderung bringen: Das Fahrrad nehmen und das Auto stehen lassen, bei Abwesenheit den Strom ausschalten, wieder öfter selbst- und vorkochen, Wisch- und Putzlappen anstelle von Papiertüchern benutzen und so weiter. Ich habe hier step by step umgestellt und die Liste der Dinge, die ich mir vornehme, reißt nicht ab. Ein wichtiges Thema ist hier auch der Verzicht von Plastik – beim Lebensmitteleinkauf genauso wie bei anderen Produkten. Im Rahmen der #plasticfreejuly Challenge, die zurzeit auf Instagram läuft, hole ich mir Inspiration und versuche, meinen Alltag auch hier anzupassen: Vorräte in Gläsern und nicht in Tüten verpacken und Klamotten mit geringem oder gar keinem Polyesteranteil zu kaufen, sind erste Ansätze.

2. Vorbereitet sein

Die Taktik, immer einen Jutebeutel dabei zu haben, verfolge ich schon länger. Auch meine Wasserflasche und der Thermobecher sind häufige Begleiter, so spart man unterwegs Geld und eben auch Ressourcen. Denn gerade PET-Flaschen und Einweg-Becher sind echte Umweltsünden! Klar, dass ich auch hier manchmal einknicke – habt ihr Tipps?

3. Ausmisten und minimalisieren

Kurz nach Beginn des Blogprojekts habe ich in meiner Wohnung ausgemistet: Zuerst war mein Kleiderschrank dran, dann die Kramkiste und schließlich die Kosmetika. Ein paar Sachen habe ich verschenkt, einiges liegt jetzt in einer Kiste im Keller. Die Aktion hat sich auf jeden Fall gelohnt, mein Zimmer wirkt ein wenig leerer sehr sympathisch und ein paar Altlasten konnte ich auch gleich entfernen. Gerade was die Deko angeht, bin ich inzwischen sehr minimalistisch eingestellt. Und in Sachen Kosmetik überrascht mich Susi auch immer wieder mit ihren Ideen.

Habt ihr das in der letzten Zeit auch mal gemacht? Ausmisten kann auf jeden Fall befreiend sein! Sich genau zu überlegen, was man eigentlich braucht und was nicht, schafft Prioritäten und bei Chaosmenschen wie mir wieder Platz im Kopf – sehr empfehlenswert.

4. (Einkaufs-)Listen schreiben

Listen sind meine neue Strategie, um minimalistischer zu leben. Bevor ich einkaufen oder shoppen gehe, überlege ich, was ich wirklich brauche. So landen weniger unnütze und spontane Dinge im Einkaufswagen, das Konto wird geschont und mein Gewissen freut sich. Gerade bei Klamotten kaufe ich inzwischen nichts mehr, von dem ich nicht 100%ig überzeugt bin und selbst dann lasse ich die Sachen oft noch mal hängen oder zurücklegen und kaufe sie erst am nächsten Tag. Das Schöne ist, dass man auf diese Art recht schnell merkt, wie gut man auch mit wenigen neuen Dingen auskommt. Damit komme ich zum letzten Punkt für heute:

5. Veränderungen als Experiment betrachten

Dies habe ich mir ein Stück weit zur Grundeinstellung gemacht: Indem ich zum Beispiel das tägliche Fahrradfahren, das gewissenhaftere Trennen des Haushaltsmülls oder auch das Flicken eines kaputten T-Shirts als Experiment dafür betrachte, wo meine Grenzen sind und was alles möglich ist, schaffe ich es, mit mehr Motivation ans nachhaltige Leben zu gehen. Kleine Belohnungen oder auch der Blog sind dabei sehr hilfreich, da sie mir beim Reflektieren helfen. Im August will ich mich der Challenge stellen und mindestens zwei Wochen kein Plastik einkaufen – wieder ein Experiment und ich bin gespannt, wie es ausgeht.

Habt ihr Ratschläge? Wie schafft ihr es, euren Schweinehund im Sinne der Nachhaltigkeit zu überwinden? Schreibt es mir gern in die Kommentare! J

Ich wünsche euch ein paar schöne Sommertage!

Bis bald, Käthe

2 Kommentare zu „Das „Experiment Nachhaltigkeit“ oder „Wie ich grün hinter den Ohren geworden bin“

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  1. Eine große Motivation für mich ist es, eure Website zu lesen! Zum Beispiel nehme ich mir seit Monaten vor, doch endlich mal in den Unverpackt-Laden in meiner Stadt zu fahren, nie habe ich es auf die Reihe bekommen. Bis dein Artikel zum Einkaufen ohne Verpackungen kam: Vor drei Tagen war ich endlich da und war begeistert!

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