DIY: Blümchen-Abschminkpads

dav

Da ich in mehreren Alltagssituationen darauf verzichten möchte, Einweg-Produkte zu benutzen, hat mich seit längerem mein Wattepads-Konsum gestört. Man nutzt diese Teilchen nur einmal und dann kommen sie in den Müll (Bitte nicht in die Toilette werfen!). Da ich mich täglich schminke und auch wieder abschminke, kommt da ein ganz schöner Batzen an Müll zusammen. Ich möchte mir nicht den Haufen benutzter Wattepads im Zeitraum eines Jahres vorstellen.

Irgendwie waren die Wattepads auch immer alle und ich musste ständig eine neue Packung kaufen. Immerhin habe ich bisher die aus Bio-Baumwolle gekauft, aber das macht die Sache trotzdem nicht besser, sondern verleiht einem nur noch ein gutes Gefühl bei der Rohstoffverschwendung. Zugegeben es handelt sich hier nicht um den größten Posten im Haushaltsetat, aber wenn man das mal auf die Jahre hochrechnet, lohnt es sich schon. Das ist Geld, das ich mir ab jetzt spare und ich kann mir davon zumindest ein paar mehr Eis im Sommer kaufen.

Eigentlich könnte man auch einfach einen Waschlappen nehmen um sich abzuschminken oder Gesichtswasser/Toner auf der Haut zu verteilen. Diesen Lappen müsste man jedoch nach jeder Benutzung waschen, um keine Bakterien im Gesicht zu verteilen. Außerdem bestehe ich auch bei der Alternative auf die Form und Größe eines handelsüblichen Wattepads. Somit fiel der Waschlappen schon mal durch.

Dann bin ich über Amazon auf Pads aus Stoff gestoßen, die man nach dem Benutzen einfach in der Waschmaschine wäscht. Da ich jedoch eine Nähmaschine besitze, kam es für mich nicht in Frage, diese Pads fertig zu kaufen, sondern ich sah eine perfekte Gelegenheit ein paar Stoffreste zu verarbeiten. Nachdem ich auf anderen Näh- und Nachhaltigkeitsblogs Inspiration und Tipps für meine Abschminkpads gesucht habe, ging es auch schon los.

Ich entschied mich für Baumwollmeterware in hellblau mit weißen Blümchen und zwei alte, weiße Handtücher aus dem Ikea. Theoretisch hätte ich beide Stoffe vorher nochmal bei 60 Grad waschen müssen, habe ich aber nicht gemacht. Bei diesem Nähprojekt ist es keine Schande, wenn die Pads nach dem ersten Waschen etwas einlaufen.

Im ersten Schritt habe ich mir überlegt, wie groß mein Pad später sein soll und habe mich für 5 cm Durchmesser entschieden (+2 cm Nahtzugabe). Ich habe dann ein Glas mit 7 cm Durchmesser genommen und mehrere Kreise auf den Stoff gemalt, ausgeschnitten und gebügelt.

Im Gegensatz zu mehreren Anleitungen die ich im World Wide Web gefunden habe, habe ich mich dagegen entschieden, die beiden Stoffe einfach rechts auf rechts zusammenzunähen und danach einfach den überstehenden Stoff abzuschneiden. Ich entschied mich für die etwas aufwendigere, aber schönere Variante, die Stoffe zunächst links auf links zusammenzunähen und eine kleine Wendeöffnung zu lassen, um sie dann zu wenden und knappkantig abzusteppen.

Auf diese Weise habe ich 28 Stück genäht. Warum genau die Anzahl? Ich besitze von den meisten Sachen, die gewaschen werden müssen genau so viel, wie ich für zwei Wochen ohne Wäschewaschen benötige. Dann ist es kein Problem, wenn man mal zu viel zu tun hat, krank wird oder in den Urlaub fährt. In diesem Fall habe ich somit zwei Pads pro Tag, eins morgens und eins abends.

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Im Moment habe ich die Pads noch lieblos im Spiegelschrank übereinandergestapelt, jedoch sieht das schon tausendmal besser aus als diese hässliche Plastik-Wattepad-Wurst, die ich vorher im Badezimmer hängen hatte. Ich werde mir noch einen schönen Korb oder ein hübsches Holzgefäß dafür kaufen, damit die Pads einen festen Platz bekommen.

Wenn ihr keine Nähmaschine besitzt oder nicht nähen wollt, dann könnt ihr auch sehr hübsche Pads häkeln. Eine hübsche Anleitung dazu findet ihr bei Jana von Lila Erdbeere.

Ich hoffe ich konnte euch mit meinem Artikel dazu motivieren, auch auf Einweg-Wattepads zu verzichten und wünsche euch viel Spaß beim Nähen.

Bis zum nächsten Mal, eure Susi.

4 Kommentare zu „DIY: Blümchen-Abschminkpads

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